Seebad Loddin-Kölpinsee

Kölpinsee auf Usedom


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Der Kölpinsee

ist ein zirka 28 Hektar großer See im Gebiet der Gemeinde Loddin auf der Insel Usedom, Landkreis Ostvorpommern, Mecklenburg-Vorpommern (Deutschland).

Der 0,2 m unter HN liegende See ist nur zweihundert Meter von der Ostsee entfernt und von dieser durch eine niedrige Vordüne und einen Schutzdeich getrennt. Es gibt einen Rundweg, der um den See herum führt. Der Name kommt aus dem Slawischen und bedeutet Schwanensee (colpa=Schwan). Der See ist ungefähr einen Kilometer lang und 350 Meter breit.

Geschichte

Loddin wird 1270 erstmals urkundlich als Loddino erwähnt. Der Name leitet sich ab von der slawischen Bezeichnung für Lachs und bedeutet soviel wie Dorf an der Lachsbucht.

In einer Urkunde vom 15. März dieses Jahres tauschte der Bischof von Cammin, in dessen Besitz sich Loddin befand, auf Verlangen von Herzog Barnim I. von Pommern-Stettin dieses Dorf gemeinsam mit fünf anderen Gemeinden auf Usedom (Ückeritz, Balm am Balmer See, Mellenthin, Suckow und Krienke) gegen Damerow in Hinterpommern (bei Naugard), das dem Prämonstratenser-Kloster Grobe bei der Stadt Usedom gehört hatte. 1309 zog dieses nach Pudagla um.

Aus dem Jahr 1610 wird ein Ort Colpin (colpa= Schwan) nahe bei Loddin erwähnt. Der Ort wird im Dreißigjährigen Krieg von Wallensteins Truppen bis auf die Grundmauern niedergebrannt und geplündert. Er wird dann nicht weiter erwähnt. Loddin kam 1720 als Staatsdomäne nach



Preußen. 1848 wurde das Land nach der Revolution unter den Bauern aufgeteilt.

Ende des 19. Jahrhunderts suchte Loddin Anschluss an den Bade-Tourismus. Im Jahr 1896 ließ Carl Prutz das Hotel Wald und See, das heute nicht mehr existiert, bauen und gründet damit nördlich des Kernorts an der Ostsee den neuen Ortsteil Kölpinsee. Nur dem Namen nach knüpft diese Bezeichnung an den ehemaligen Ort Colpin an, dessen tatsächliche Lage nicht mehr nachvollziehbar ist.

Zweimal wurde in einer Silvesternacht (1904/1905 und 1913/1914) bei Sturmfluten die Düne durchbrochen, und die Ostsee ergoss sich über den Kölpinsee hinweg bis zum Achterwasser. Aus diesem Grund wurde 1928 mit dem Bau eines Schutzdeiches zwischen dem Kölpinsee und der Ostsee begonnen. Dieser wurde ein Jahr später fertiggestellt. In den 1950er Jahren wurde dem Strand vorgelagert eine 300 Meter lange Brandungsmauer errichtet, um die



fortschreitende Abspülung der Steilküste zu verhindern. Diese wurde aber bereits 1954 bei einer Sturmflut zerstört und nicht wieder aufgebaut.

Am 1. Juni 1911 erhielt Loddin den touristisch wichtigen Eisenbahnanschluss mit Haltepunkten in Kölpinsee und Stubbenfelde. In den 1920/30er Jahren war der kleine Badeort ein Treff von UFA-Filmstars wie Willy Fritsch, Lilian Harvey, Grethe Weiser, Anny Ondra und Hans Söhnker im 1897 eröffneten Hotel Seerose. Nach 1949 wurden in den Ortsteilen Kölpinsee und Stubbenfelde die bestehenden Hotels verstaatlicht und einige FDJ-Ferienhaussiedlungen angelegt. Nach der Wende in den 1990er Jahren wurden diese zum Teil privatisiert und es entstanden ein Rehabilitationszentrum für Kinder und Jugendliche und eine Klinik für Mütter-Kind-Kuren, deren therapeutische Einrichtungen auf Hauterkrankungen und Atemwegleiden spezialisiert sind. Im Ortsteil Stubbenfelde etablierte sich ein Campingplatz mit nahezu 300 Stellplätzen, die über eine Stahltreppe einen direkten Zugang zum Strand erhielten.

Verkehrsanbindung

Loddin liegt direkt an der Bundesstraße 111 und dem Radfernwanderweg Berlin–Usedom und ist auch mit der Bahnstrecke Ducherow–Heringsdorf–Wolgaster Fähre über die Haltepunkte Kölpinsee und Stubbenfelde erreichbar. Vom 4. Juni bis 28. September 2007 hält der Usedom-Express der DB von Potsdam Hbf und zurück an beiden Haltepunkten.

Der nächstgelegene Regionalflughafen liegt südlich von Heringsdorf und ist 26 Kilometer von Loddin entfernt. Schiffe der Adler-Linie legen sechs Kilometer entfernt an der Seebrücke von Koserow an und fahren nach Fahrplan mehrmals täglich zu den „Kaiserbädern“ Bansin, Heringsdorf und Ahlbeck sowie nach Świnoujście.

Sehenswürdigkeiten

# Der Kölpinsee nördlich des Kernorts an der Ostsee
# Historisches Fischerdorf mit reetgedeckten Katen
# Bis zu 40 Meter hohes Steilufer am Ostseestrand mit dem Aussichtspunkt Teufelsberg im Ortsteil Stubbenfelde. Vom Teufelsberg führt eine Treppe hinab zum Strand
# Hochuferwanderweg über der Steilküste des Achterwassers südlich des Kernortes Loddin. Loddiner Höft heißt der 16 Meter hohe Hügel an der Spitze der Landzunge, von dessen Aussichtspunkt man einen weiten Rundblick über das Achterwasser bis zu den Halbinseln Lieper Winkel und Gnitz genießt
# Deutschlands nördlichster Weinberg (der auch Reben trägt) befindet sich ebenfalls im südlichsten Teil des Kernortes Loddin oberhalb der Gaststätte Waterblick in der Weinstraß

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